14. Dezember


 

 

 

 

Bewegtes Herz

 

Manchmal lebe ich einfach so vor mich hin. Mein Herz schlägt ganz ruhig und bleibt einfach immer in seinem Takt. Und das ist ja auch ganz gut so. Minute um Minute, Stunde um Stunde, Tag und Nacht.

 

Und dann geschieht etwas, das lässt dem Herzen keine Ruhe mehr.

 

Manchmal etwas ganz Fröhliches. Da kann ich gar nicht mehr aufhören zu lachen über das, was passiert ist. Und ich muss es unbedingt weitererzählen. Und das Lachen steckt den nächsten an. Und auch sein Herz schlägt etwas schneller. Und es springt ein wenig vor Freude.

 

Und dann wieder ist da eine schwere Geschichte, die liegt auf meinem Herzen und das hat Mühe, weiter zu schlagen. Es kann nicht weiter in Ruhe pochen. Es stößt dauernd gegen die schwere Geschichte und hält inne und kämpft. Und es ist mühsam – ganz besonders nachts.

 

Und immer wieder drängt das Herz nach vorn und will etwas: Die Zukunft muss durchdacht und geplant sein! Und die Arbeit muss erledigt werden! Und die Freude muss genossen werden! Und … Freude und Trauer und Angst und Sorge und Liebe und Leid wollen gelebt und ertragen sein. Minute um Minute, Stunde um Stunde, Tag und Nacht.

Foto: Karin Stallmann

Maria war ganz bewegt von dem was passiert ist in der Heiligen Nacht: Die Hektik vor der Geburt, das kleine Kind und sein erster Schrei, die Hirten mit der Geschichte von den Engeln, die sternklare Nacht da draußen … Alles war so besonders. So viel auf einmal, dass man es erst einmal bewegen musste im Herzen und suchen und entdecken, was es bedeutete …

 

Und nach und nach wurde es immer klarer, dass Gott mitten drin war in dieser seltsamen, besonderen - heiligen Nacht.

 

Und das machte sie ganz ruhig – trotz aller ihrer Sorgen. Und trotz allem Herzklopfen. Und mit aller Freude.


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