2. Dezember


 

Erinnerungen

Mein erster und einziger Adventskalender

 

Es muss 1949 gewesen sein und ich drei Jahre alt.

Der Krieg war noch nicht lange vorbei, und es fehlte noch an allem.

An einen Adventskalender war überhaupt noch nicht zu denken.

 

Doch am 1. Dezember hing er an der Wand. Eine Verheißung!

 

So muss der Weg zum Christkind aussehen! Durch die Wolken, immer ein paar Stufen höher. Und ganz oben stehen die Posaunenengel vor der Tür zum Christkind.

 

Unten links steht Petrus mit den Himmelsschlüsseln und zeigt den Kindern den Weg zum Christkind. Jeden Tag ein Türchen und ein Bild dahinter. Die Bilder erzählen ganze Geschichten: Wie ein Holzpferd repariert wird, wie eine Puppe angemalt und angezogen wird, wie Plätzchen gebacken werden und wie der Weihnachtsbaum geschmückt wird ...

 

Ich weiß noch heute, was sich hinter den Türchen verbirgt, denn es gab nur diesen einen Adventskalender, jedes Jahr denselben. Und er wurde mir nie langweilig.

 

Woher er kam? Die Tochter unseres Pfarrers hat ihn abgegeben, vielleicht fühlte sie sich zu groß dafür, vielleicht hat sie ihm nachgetrauert – ich weiß das nicht.

 

Für mich jedenfalls ist dieser Adventskalender alle Jahre wieder vertraut und verheißungsvoll, eben Advent!

 

(Marie-Luise Lindenlaub)

 

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